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Nov 16, 2011

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Gleichzeitiges Versterben

Haben Ehegatten in einem privatschriftlichen Ehegattentestament eine Erbeinsetzung getroffen für den Fall des "gleichzeitigen Ablebens", so kann diese Erbeinsetzung ohne besondere Anhaltspunkte nicht dahin ausgelegt werden, dass sie sich auch auf den Fall des in zeitlich größerem Abstand aufeinander folgenden Versterbens der Ehegatten bezieht. 
(OLG Hamm, Beschluss vom 01.07.2011, I 15 W 327/10)

Die Formulierung "gleichzeitiges Ableben" in einem gemeinschaftlichen Testament umfasst regelmäßig nicht nur den unwahrscheinlichen Fall des im gleichen Bruchteil einer Sekunde eintretenden Todes, sondern auch den Fall, dass die Ehegatten innerhalb eines kürzeren Zeitraumes nacheinander sterben, sei es aufgrund ein und derselben Ursache, z.B. eines Unfalls, sei es aufgrund verschiedener Ursachen, wenn der Überlebende nach dem Tod des Erstversterbenden praktisch keine Möglichkeit mehr hat, ein Testament zu errichten.
(OLG München, NJW-RR 2011, 444)  


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